
ALLERSHAUSEN. Der Tag begann mit einem Sieg und der Hoffnung auf den Aufstieg. Er endete mit einem 0:3, das deutlicher klingt, als es jemals war.
Dazwischen lagen neun Doppel, fünf Champions-Tiebreaks und immer wieder die Erkenntnis, wie wenig im Padel manchmal zwischen Sieg und Niederlage liegt.
Für den TSV Allershausen ging es beim Heimspieltag der Padel-Oberliga nicht nur um einzelne Spiele. Die Mannschaft wollte die Chance nutzen, sich für die nächsthöhere Spielklasse zu qualifizieren.
Nach drei Begegnungen war klar: Dieses Ziel wurde verpasst.
Doch der Weg dorthin hatte eine Dramaturgie, die sich aus der Abschlusstabelle allein kaum ablesen lässt.
Der perfekte Start
Zum Auftakt traf Allershausen auf Müllerbräu Padel Schweitenkirchen.
Bastian Kraemer und Benedikt Wudi brachten den TSV mit einem klaren 6:2 und 6:3 in Führung.
Antonio Espigares und Javier Diaz mussten anschließend über drei Sätze. Nach 3:6 und 6:4 entwickelte sich ein extrem enger Champions-Tiebreak, den Schweitenkirchen erst mit 14:12 für sich entschied.
1:1.
Damit lag die Verantwortung bei Adrian Gluchow und Gabriel Küster.
Sie gewannen den ersten Satz mit 7:6 und anschließend auch den zweiten mit 6:4.
2:1 für Allershausen.
Der erste Schritt war gemacht. Die Hoffnung auf den Aufstieg lebte.
Gegen Padel Seasons entscheidet wieder das dritte Doppel
Mit Padel Seasons München wartete anschließend eine der stärksten Mannschaften des Tages.
Nach der Niederlage von Benedikt Wudi und Bastian Kraemer lag Allershausen zunächst zurück.
Doch Antonio Espigares und Javier Diaz brachten den TSV zurück.
7:5 im ersten Satz. 5:7 im zweiten.
Wieder Champions-Tiebreak.
Dieses Mal behielten die Allershausener die Nerven und gewannen mit 10:7.
Wieder stand es 1:1.
Wieder musste das letzte Doppel die komplette Begegnung entscheiden.
Dominik Speck und Adrian Gluchow hielten den ersten Satz lange offen, mussten ihn aber mit 5:7 abgeben. Der zweite Satz ging mit 1:6 an Padel Seasons.
1:2.
Die erste Niederlage des Tages war damit perfekt. Gleichzeitig wurde die Ausgangslage im Kampf um den erhofften Aufstieg deutlich schwieriger.
Und dann kam dieses 0:3
Zum Abschluss wartete Padelclub München 2.
Drei Doppel.
Drei Niederlagen.
0:3.
Eigentlich eine klare Sache.
Nur war überhaupt nichts daran klar.
Denn Allershausen gewann in jedem einzelnen Match einen Satz.
Wudi und Kraemer gingen mit einem 6:4 in Führung. Nach dem 3:6 im zweiten Satz musste der Champions-Tiebreak entscheiden. München gewann 10:6.
Espigares und Diaz verloren 3:6, kämpften sich mit 6:4 zurück.
Champions-Tiebreak.
8:10.
Dominik Speck und Adrian Gluchow verloren ebenfalls den ersten Satz, dieses Mal mit 3:6. Dann antworteten sie mit einem 6:3.
Schon wieder Champions-Tiebreak.
Schon wieder 8:10.
Drei Spiele. Dreimal 1:1 nach Sätzen. Dreimal entscheidet der Champions-Tiebreak.
Und zweimal fehlen gerade einmal zwei Punkte.
Am Ende steht trotzdem ein 0:3.
Der Aufstieg ist damit vom Tisch

Mit der letzten Niederlage war auch die sportliche Konsequenz endgültig klar.
Der TSV Allershausen schafft den angestrebten Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse in dieser Saison nicht.
Das macht gerade die letzten Spiele so bitter.
Denn an diesem Tag war Allershausen keineswegs weit weg.
Fünf der neun Doppel mussten in den Champions-Tiebreak. Gegen Padelclub München wurden sogar alle drei Matches erst dort entschieden.
Ein paar Ballwechsel mehr auf der eigenen Seite, ein Return weniger im Netz, ein erfolgreicher Volley im richtigen Moment – und ein Mannschaftsergebnis sieht plötzlich komplett anders aus.
Genau das ist die besondere Härte dieses Spielsystems.
Im Champions-Tiebreak bleibt keine Zeit, einen Fehler über mehrere Spiele hinweg wieder auszugleichen. Wenige Minuten und wenige Punkte entscheiden.
Für Allershausen bleibt deshalb nach diesem Spieltag beides:
Die Enttäuschung darüber, das selbst gesteckte Ziel Aufstieg nicht erreicht zu haben.
Aber auch die Erkenntnis, wie nah die Mannschaft an diesem Tag mehrfach an den Gegnern dran war.
Der Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage war manchmal keine Klasse.
Sondern zwei Punkte.





